RethenTheater

Das Amateurtheater für den Papenteich und Umgebung!



Irgendwann in der zweiten Hälfte des Jahres 1999 kursierte das Gerücht, dass Rethen, unser Heimatort, auf ein großes Jubiläum zusteuerte.

Und tatsächlich, es stimmte, denn Rethens erste urkundliche Erwähnung geht auf das Jahr 1301 zurück und damit käme dieses verschlafene Dorf mit seinen liebenswerten Bewohnern in den Genuss einer 700-Jahrfeier.

Claudia Hunold-Meding und Gerhard Meding, beide im Schuldienst, beschlossen, zu den anstehenden Jubiläumsfeiern eine Theateraufführung auf die Beine zu stellen. Im Freundeskreis fanden sich sieben Familien, die mitzuarbeiten bereit waren - außer den Medings die Familien Schwaninger, Nering, Dasenbrook, Herbig, Heidkamp und Hoppenworth.

Man traf sich unzählige Male in den Privatwohnungen, später bei der Feuerwehr und im stillgelegten Schwimmbad der Familie Voges, um sich dem Theaterspielen schrittweise anzunähern.

Gerhard Meding, der bereits in mehreren Schulen mit Kindern und Erwachsenen Theaterstücke einstudiert und aufgeführt hatte, leitete die "Schulungsabende".
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Nach etlichen Monaten des Übens trat man an die Rethener Öffentlichkeit und kündigte ein Theaterstück an, das dann im Rahmen der bereits erwähnten Jubiläumsfeierlichkeiten aufgeführt werden sollte.

Aber wie und vor allem wo sollte das Theaterabenteuer inszeniert werden?

Die Schule in Isenbüttel stellte dann ihre Bühne zur Verfügung und die Probleme begannen erst richtig ernst zu werden. Etwa 100 Einzelteile, die zusammengebaut sein wollten, wurde angekarrt. Der Aufbau gelang schließlich.
In der Presseankündigung für dieses Theaterstück, sein Titel war übrigens "Küsst die Tanten", eine geringfügig geänderte, aber mit viel Musik angereicherte Komödie einer gewissen Erika Elisa Karg, konnte man dann diese "bescheidenen" Sätze wiederfinden:
"Manche mögen die Flucht des florentinischen Dichters Dante Alighieri aus Florenz im Jahre 1301 für das wichtigere Ereignis halten. Damals hatte auf Wunsch des Papstes Bonifaz VIII ein französisches Heer unter Karl von Valois, einem Bruder des französischen Königs, in den Kampf um die Herrschaft in Florenz zugunsten der päpstlichen Partei eingegriffen. Und, wie gesagt, Dante musste in die Verbannung gehen.

Was aber in Rethen los?

Unser Dorf wurde erstmals urkundlich erwähnt und das ist jetzt 700 Jahre her. Genau, das ist wichtig! Das gilt es zu feiern! Klar, Dante war ein später sehr berühmter Dichter und eines seiner Werke hieß Divina Commedia".
Und damit sind wir auf einmal beim Theater! Da wollten wir schon lange hin! Wir spielen Theater: für Rethen, für Freunde und Freundinnen - also für Sie!

Am Freitag, den 31.08.2001 war nun der große Tag gekommen: die heiß ersehnte Premiere. Würde sich das Proben gelohnt haben?

Irgendjemand blickte dann aus der hinteren Sporthallentür, erschrak und alarmierte die Schauspieler und alle Mitwirkenden. Die Schlange vor dem Eingang war beinahe unübersehbar lang.

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Dann aber spielten wir und am Samstag darauf noch einmal - wieder vor ausverkaufter Halle!

RethenTheater war geboren und hatte sich in die Herzen der Rethener hineingespielt!

Seitdem wurden sechs weitere Stücke präsentiert - immer im zweijährigen Abstand. Manche mögen die langen Zeitabstände für seltsam halten, aber wir benötigen diese Zeit, für Musik, für das Einüben von Details, für ein oder mehrere Bühnenbilder, für Kostüme und natürlich für das Heranführen weiterer junger Schauspielerinnen und Schauspieler. Die Liste der bisher Mitwirkenden ist lang.

Jetzt bestehen wir bereits 15 Jahre lang und der Erfolg ist uns treu geblieben. Wer weiß, vielleicht gibt es noch die eine oder anderen Erinnerung unserer Fans, die wir in unsere Web-Seite einbauen könnten oder uns unbekannte Fotos, die wir ebenfalls gern hier mit aufnehmen würden.

Wenn Sie jedoch mehr über unsere bisherigen Inszenierungen sehen möchten, klicken Sie hier.

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